Zum Erstangriff im Gefahrguteinsatz, zur Dekontamination oder wenn sicher ist, dass die Schutzstufe des Anzuges ausreicht und dass dieser gegen den gefährlichen Stoff beständig ist, werden Form 2 Chemikanlienschutzanzüge verwendet.

Form 2 Schutzanzüge sind flüssigkeitsbeständig, aber nur beschränkt gasdicht, weswegen sie auch oftmals als Spritzschutzanzüge bezeichnet werden. Im Gegensatz zum Form 3 Schutzanzug wird das Atemschutzgerät über dem Anzug getragen. Der Anzug stellt die zweithöchste Schutzstufe der, der Feuerwehr zur Verfügung stehenden, Chemikalienschutzkleidung dar.
Bei der Dekontamination von Einsatzkräften wird meist der Form 2 Schutzanzug verwendet, da er den Vorteil bietet in Verbindung mit einem Atemschutzfilter statt einem Pressluftatmer eingesetzt zu werden. Dies ermöglicht höhere Einsatzzeiten und schon die Einsatzkraft. Hierbei muss natürlich sicher sein, dass sowohl der Anzug, als auch der Atemschutzfilter für den Stoff geeignet sind.

Die Feuerwehr Dietersheim sowie die ABC-Gruppe des Landkreises Freising verwenden Anzüge des Types Tychem F mit adaptierter Maskenmanschette, Handschuhen und Stiefelsocken der Firma DuPont. Zum Einsatz muss eine Atemschutzmaske mit Filter oder Pressluftatmer, ein Feuerwehrhelm, sowie chemikalienbeständige Gummistiefel getragen werden. Die mit einem Reißverschluss und Klett verschlossene Einstiegsöffnung wird sicherheitshalber noch mit gelben chemikalienbeständigen Klebeband überklebt.

Einsatzkräfte die mit diesem Anzug in den Einsatz gehen tragen zumeist Kehlkopffunkgeräte um die Qualität und Sicherheit der Kommunikation zu steigern.

Unter dem Anzug wird die Jacke und die Hose der leichten Persönlichen Schutzausrüstung getragen.

Für den Einsatz am Dekontaminationsplatz werden der Saubermann und der Schmutzigmann mit Überwürfen "Dekon Sauber" und "Dekon Schmutzig" kenntlich gemacht (siehe Fotos 5 + 6)

Vier dieser Anzüge sind bei uns auf dem LF20 verlastet. Vier weitere befinden sich auf dem LF8/6 und sechs weitere auf dem ABC-Erkunder.